Heinz Peter Hager
Benko-Hager-Ermittlung: Handys und PC bleiben beschlagnahmt
5 von den Ermittlungen im Fall Benko-Hager Betroffene werden wohl noch eine Weile ohne ihre Handys und PCs auskommen müssen: Das Trienter Freiheitsgericht hat am Freitag entschieden, ihren Anträgen auf Aufhebung der Beschlagnahme nicht stattzugeben.
Hausarrest: Das lange Warten auf den nächsten Anlauf zur Aufhebung
Nicht nur Weihnachten im Hausarrest – das gilt für 6 jener 7 Hauptverdächtigen in den Benko-Hager-Ermittlungen, die beim Freiheitsgericht die Aufhebung der Verwahrungsmaßnahme beantragt hatte. Eine Kassationsbeschwerde kann nämlich erst dann bearbeitet werden, sobald die Begründung der Entscheidungen des Freiheitsgerichts vorliegt.
7 von 9 Betroffenen bleiben im Hausarrest
Heinz Peter Hager, Paolo Signoretti, Fabio Rossa, Andrea Saccani, Daniela Eisenstecken, Vittorio Fravezzi und Lorenzo Barzon: Seit dem 4. Dezember sitzen diese 7 Personen auf Anordnung der Antimafia-Staatsanwaltschaft in Trient im Hausarrest. Gestern fochten ihre Anwälte die Sicherungsmaßnahme am Freiheitsgericht von Trient an.
Hager verliert Luxushotel im WaltherPark
Die Ermittlungen gegen Heinz Peter Hager dürften für den Steuerberater und Immobilienentwickler weitere konkrete Konsequenzen haben. Das 4-Sterne-Superior-Hotel im WaltherPark, das der 65-Jährige gekauft hatte, gehört nicht mehr ihm. Das hat die Schoeller Gruppe gestern auf Nachfrage bestätigt.
„Bin nicht Hagers Vertrauensmann“
„Ich bin nicht Heinz Peter Hagers Vertrauensmann, ich bin ein Freiberufler, der auf Vertragsbasis arbeitet oder Rechnungen ausstellt.“ Das hat der Südtiroler Publizist Lorenzo Barzon gestern beim Garantieverhör in Trient unterstrichen. Ob sein Hausarrest aufgehoben wird, entscheidet sich heute. Der entsprechende Antrag des Bozner Architekten Fabio Rossa wurde indes gestern abgelehnt.
Gruppenchat „Weihnachtsessen“? Das sagt der Landeshauptmann dazu
Informationen aus Insiderkreisen, wonach Landeshauptmann Arno Kompatscher über eine Chat-Gruppe namens „Weihnachtsessen“ unter anderem mit Heinz Peter Hager in Verbindung gestanden sei, haben für Wirbel gesorgt. Nun reagiert der Landeshauptmann.
So soll das System Benko-Hager aufgebaut gewesen sein
Wie eine Pyramide war den Ermittlern zufolge das System Benko-Hager aufgebaut: Ganz oben sei René Benko gestanden, der mutmaßliche Kopf der kriminellen Vereinigung, gleich darunter sein Statthalter Heinz Peter Hager sowie der Geschäftsmann Paolo Signoretti, die in Südtirol und Trentino mit mafiösen Methoden den Weg für ihre Projekte geebnet haben sollen.
„Ich habe nichts zu verbergen“
Die Ermittlungen rund um Renè Benko und seinen Statthalter in Südtirol und darüber hinaus, Heinz Peter Hager, werfen ihre Schatten bis nach Meran. Hager hat für den SVP-Gemeindewahlkampf 2021 5000 Euro gespendet. „Ich fühle mich wie im falschen Film, wenn ich höre, dass mein Namen da in diesen Ermittlungsakten vorkommt“, sagt Vizebürgermeisterin Katharina Zeller. Im Interview schildert sie, warum sie in Hagers Büro war.
Hausarrest und Beschlagnahmen: Ansturm aufs Freiheitsgericht
Am Trienter Landesgericht herrschte gestern reger Andrang: Etliche Verteidiger von Personen, die im Rahmen der Ermittlungen der Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft im Fokus stehen, beantragten Einsicht in die Akten, die die Verdachtsmomente gegen ihre Mandanten enthalten.
Ermittlungen: Das wird den einzelnen Verdächtigen vorgeworfen
Bestechung, Erpressung, Offenbarung von Amtsgeheimnissen, Wettbewerbsstörung und weitere Straftaten: Öffentliche Beamte von Gemeinden und Land, Architekten, Unternehmer, Immobilienmakler, aber auch ein ehemaliger hoher Carabinieri-Beamter finden sich unter den aus Südtirol stammenden Verdächtigen in der Causa Benko/Hager.
Insiderhandel-Vorwürfe gegen Josef Gostner: Die Details
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Trient haben italienweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Fokus der Wirtschaftsmedien steht dabei auch Josef Gostner, CEO des börsennotierten Energiekonzerns Alerion. Gostner wird unter anderem Insiderhandel vorgeworfen.
Hager, Benko & Co.: Diese Bauprojekte in Südtirol sind im Visier der Justiz
Die Staatsanwaltschaft Trient untersucht mutmaßliche Korruptionsfälle rund um mehrere Bauprojekte in Südtirol, darunter das „Gries Village“ und den „Waltherpark“ in Bozen. Verdächtigungen reichen von Bestechungszahlungen über Insiderinformationen bis hin zu Amtsmissbrauch.
UMFRAGE | Hager-Benko-Skandal: Was sagen Sie? Stimmen Sie ab!
Nach dem SEL-Skandal hätten wohl nur wenige gedacht, dass es in Südtirol erneut zu so einem wirtschaftlichen und politischen Beben kommt. Doch weit gefehlt, wie man nun sieht. Die Ermittlungen und Korruptionsvorwürfe rund um Hager, Benko und Co. erschüttern das System in Südtirol – die Konsequenzen sind derzeit noch nicht abzusehen. Was sagen Sie dazu? Stimmen Sie ab!
Benko-Sumpf: Die 9 Hauptverdächtigen und was man ihnen vorwirft
Die Namen von 77 Personen stehen in der Ermittlungsakte rund um den gefallenen Groß-Investor René Benko der Trienter Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft DDA. Nur gegen 9 wird wegen Verdachts auf Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Wer sind die Hauptverdächtigen und was wird ihnen vorgeworfen?
Was man Werner Frick, Siegfried Brugger und Thomas Mathá vorwirft
Im Rahmen der Ermittlungen sind auch einige bekannte Südtiroler ins Visier geraten. Sie stehen nicht unter dem Verdacht, einer kriminellen Vereinigung anzugehören, gegen sie wird wegen anderer Verdachtsmomente ermittelt. So steht die Rolle von Werner Frick, Siegfried Brugger und Thomas Mathá auf dem Prüfstand.
Kompatscher: „Hager war nie mein Berater“
Landeshauptmann Arno Kompatscher erklärte am gestrigen Dienstag vor seiner Haushaltsrede im Landtag, er habe keine Informationen darüber, dass die Landesverwaltung in die Ermittlungen involviert sei. „Nichts wurde mir zugestellt“, sagte Kompatscher. Und er betonte auch, dass Heinz Peter Hager nie sein Berater gewesen sei. Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) erwägt nun, zusammen mit Oppositionskollegen einen Untersuchungsausschuss zu fordern.
Auch Bozner Flughafen und Josef Gostner im Visier der Ermittler
Ins Fadenkreuz der Ermittler ist auch der Bozner Flughafen geraten (René Benko ist mit 24 Prozent Beteiligung einer von 3 Teilhabern der Bozner Flughafengesellschaft) und damit die Familie Gostner. Unter den 77 Personen, gegen die ermittelt wird, ist auch der Südtiroler Unternehmer und Gründer der Fluggesellschaft Sky Alps Josef Gostner sowie weitere Mitglieder der Familie.
„Das Projekt WaltherPark ist nicht betroffen“
Das Projekt „WaltherPark“ in Bozen und die Managementgesellschaft „Landmark Real Estate Solutions“ sind nicht von den Ermittlungen betroffen, die von der Staatsanwaltschaft Trient im Zusammenhang mit Immobilienprojekten in Oberitalien eingeleitet wurden. „Die Arbeiten gehen ganz normal weiter“, heißt es aus dem Management von „Landmark“.
Bombe geplatzt: 8 Hausarreste und über 100 Durchsuchungen
Die Bombe platzte gestern Vormittag: Auf Ansuchen der Trienter Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft DDA (Direzione Distrettuale Antimafia) wurden 8 Personen unter Hausarrest gestellt, darunter der frühere Statthalter von René Benko in Südtirol, Heinz Peter Hager. Im Raum steht der Verdacht auf Bildung einer kriminellen Vereinigung, die im Bereich der Immobilienspekulationen tätig gewesen sein soll. Dieser Vorwurf wird auch gegen Benko selbst erhoben, er wurde in Innsbruck angehört.
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